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Jana Hauschild-Dvorakova Beitrag von:
Jana Hauschild-Dvorakova

Erstellt am:
24.04.2017

Reisebericht über die Reise nach Kambodscha und Vietnam

Reise vom 27.03. bis 10.04.2017

Kambodscha und Vietnam. Zwei Namen, die bei uns im Gedächtnis durch einen schrecklichen Völkermord und Krieg eingraviert waren, zwei Länder, die uns schon immer fasziniert haben, uns aber als Reiseländer eben durch die politischen Ereignissen verwehrt waren. Durch Zufall stießen wir im letzten Jahr auf das Reiseangebot der Firma Rast und waren nach dem Präsentationabend durch Yves Le Faou sofort überzeugt: ja, diese Länder wollen wir nach 35 Jahren Asien-Abstinenz auch kennen lernen, ja die Flusskreuzfahrt auf dem Mekong möchten wir auch mit erleben.

Nun, nach zwei Wochen reisen sind wir durch tausende Ereignisse und spannende Erzählungen jedes einzelnen Reiseführers, die uns auf dieser Reise begleitet haben, reicher geworden. Einerseits durch die uns fremde Kultur und Lebensumstände, durch die Gerüche und Essensgewohnheiten. Andererseits hat uns die Armut, die auf dem Lande und in den Städten herrscht ins Gedächtnis gerufen, wie privilegiert wir leben, wie selbstverständlich sauberes Wasser, genügend zum Essen, gute Infrastruktur und Bildung für uns sind. Wie fremd uns die Armut war und wie selbstverständlich wir uns in Saigon in den Luxusvierteln bewegt haben, weil uns diese Art zu leben eigen ist.

Ähnlich den Fenstern in unseren Kathedralen, erzählten uns die Reliefs in den Tempeln von Bayon und Angkor Wat in Kambodscha Geschichten über die Religion und das Leben in den Tempeln, über die Könige der jeweiligen Zeit und deren geführten Kriege und gefeierten Siege, über das handwerkliche Leben aus der Vergangenheit, das sich übrigens vom heutigen nicht unterscheidet.

Auch die Schrecken der nicht allzu entfernten Vergangenheit wurden uns in Phnom Penh / Kambodscha (Folter Gefängnis der eigenen Bevölkerung, hauptsächlich der Intellektuellen des Landes) und im Distrikt Cu-Chi / Vietnam (Die Organisation des Cu-Chi Tunnels während des vietnamesischen Widerstandes gegen die US Armee) gezeigt. Diese Reise war eine politische Reise in die Vergangenheit und die Zukunft, die jedes dieser Länder anders interpretiert. Und uns vor Augen führte, dass sie nur ein Spielball der internationalen Politik waren und sind.

Wir haben die Sehenswürdigkeiten auf dieser Reise in Tuk Tuks, auf Ochsenkarren, in Ritschkas, kleinen Booten, schnellen Booten und modernen klimatisierten Bussen erkunden dürfen. Wir haben Schulen, Fischfarmen, kleine Manufakturen für Süßigkeiten und Reispapier, Seidenwebereien und Fabriken, Lackwerkstätten und eine Mattenfabrik besichtigt.

Die siebentägige Schiffsfahrt auf dem Mekong an Bord der „R/V Mekong Prestige II“ hat uns immer wieder die Möglichkeit gegeben, das Erlebte im geschützten Rahmen zu verarbeiten. Keine ständige Hotelumzüge, das Programm sorgfältig ausgearbeitet und vorgestellt. Filmvorführungen oder Vorträge haben uns auf die am nächsten Tag stattfindenden Ausflüge vorbereitet. Waren wir aufgrund von Grenzformalitäten zwischen Kambodscha und Vietnam ein Tag auf dem Mekong Fluss unterwegs, wurden die Gäste des Schiffes durch die gesamte Besatzungsmannschaft unterhalten. Servietten- und Handtuchfaltvorführung, Kochstunde und Obstschnitzereien, Gesang und Tanz wurden dargeboten. Jeder Einzelne der Mitarbeiter des Schiffes war ein Künstler mit zahlreichen Begabungen an sich. Und das Essen, der Service auf dem Schiff, einfach alles ... ein Traum.
Nach der Ausschiffung haben wir noch vier Tage in Ho Chi Minh City/Saigon (gelegen am Fluss Sai Gon) verbracht. Eine Stadt mit einer Fläche von 2.090 Quadrat km, in 19 Stadt und 5 Landdistrikte geteilt. Reich und arm: parallel lebende Gesellschaften. Der Verkehr mit hunderten von Mofas, auf denen die ganze Familie oder Verkaufsgüter wie Schweine, Hühner oder Berge von Kleidern transportier wurden, hat uns ins Staunen gebracht. Aber auch die gegenseitige Verkehrsachtsamkeit, während der keiner der Teilnehmer zu Schaden gekommen ist. Das Erbe der französischen Kolonialisierung ist durch das Hautpostamt, Notre Dame Kirche, Stadttheater, Hotel Continental und Rex Hotel immer noch sichtbar. Die chinesische Stadt (nun Stadtteil) Cho Lon, durch chinesische Einwanderer im Laufe des 17. Jahrhundert gegründet, vibrierte vor Leben.

Viel, wirklich viel haben wir zusätzlich in dieser Stadt und ihrer Umgebung erlebt. Lebhafte Märkte, die Mangrovenwälder im Mekongdelta, einen ökologischen Park mit in ihrer natürlichen Umgebung lebenden Affen und eine Krokodilfarm. Am letzten Tag zahlreiche chinesische Tempeln, eine Vorstellung im Wasserpuppentheater „Golden Dragon, ein letztes gemeinsames Essen in einem Restaurant „à la mode“.

Eine Reise hängt aber auch von Menschen, die eine Reisegruppe bilden, ab. Diese Reisenden waren neugierig. Denn „nur ein einziges entscheidet über den Wert einer Reise und den Sinn des Fortgehens: die mitgenommene Neugier, die Freude am Entdecken, der Hunger nach allem“ (Gedanken aus: Gebrauchsanweisung für die Welt“ von Andreas Altmann). Und „nur das Unbekannte ängstigt die Menschen; wenn sie erst in den Ereignissen drinstehen, fürchten sie sich nicht mehr.“ (Antoine de Saint-Exupéry).

Meinen Bericht möchte ich mit einem Zitat von Max Frisch beenden: „Auf Reisen gleichen wir einem Film, der belichtet wird. Entwickeln wird ihn die Erinnerung.“

Liebe Grüße

Jana Hauschild-Dvorakova

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